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Pritzker-Preis 2018

Pritzker-Preis 2018

Anfang März wurde der renommierte Pritzker-Preis verliehen, der seit 1979 die Karriere und die Arbeit lebender Architekten würdigt, die einen maßgeblichen Beitrag für die Menschheit und die Entwicklung der Umwelt geleistet haben.

Dem indische Architekt Balkrishna Vithaldas Doshi erhielt nun den Pritzker-Preis 2018. Während seiner langen Karriere hat er hunderte von Gebäuden entworfen, bei denen er die handwerklichen Methoden und Traditionen seines Landes mit den modernen Vorfertigungsverfahren verband.

Als Innovatoren, die stets auf der Suche nach neuen Lösungen sind, die das Leben der Menschen und ihr Wohlbefinden verbessern können, waren wir natürlich an einem so wichtigen Ereignis in der Welt der Architektur interessiert. Woraus besteht nun diese bedeutende Auszeichnung genau und wer ist Balkrishna Vithaldas Doshi, Pritzker-Preisträger 2018?

Der Pritzker-Preis: Ursprung und Zweck des „Nobelpreises“ für Architektur

Der Preis wurde 1979 von dem US-amerikanischen Philanthropen Jay A. Pritzker und seiner Frau Cindy gestiftet und von der Hyatt Foundation sponsorisiert. Der Pritzker-Preis ist eine der weltweit höchsten Auszeichnungen im Bereich der Architektur und wird mit einem Nobelpreis gleichgesetzt. In diesem Jahr wurde diese namhafte Auszeichnung zum 40. Mal verliehen. Sie soll „jedes Jahr einen lebenden Architekten ehren, dessen Bauten durch Talent, Vision und Engagement hervorstechen und der durch die Kunst der Architektur maßgebliche und bedeutende Beiträge für die Menschheit und deren Umwelt erbracht hat”

Die Graphik, die während der offiziellen Zeremonie verliehen wird, die jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindet und in diesem Jahr zum ersten Mal an einen Architekten aus Indien, Balkrishna Vithaldas Doshi, geht, umfasst ein Schriftstück und ist mit 100.000 Dollar und einer Bronze-Medaille (die 1987 eingeführt wurde, als Ersatz für die zuvor verwendete Skulptur von Henry Moore) dotiert. Die Medaille weist einige Gravuren auf, die von der Arbeit des US-amerikanischen Architekten Louis Sullivan inspiriert sind, sowie eine englische Inschrift mit den drei Grundsätzen der Architektur: commodity, firmess and delight (Nützlichkeit , Festigkeit und Schönheit).

Balkrishna Vithaldas Doshi: Pritzker-Preisträger des Jahres 2018

Geboren 1927 in Pune, einer der größten Städte Westindiens, blickt Doshi auf eine sehr lange, fast 70-jährige Laufbahn zurück. Seine Karrierei begann 1947 mit dem Studium der Architektur an der School of Architecture di Mumbai (damals Bombay). Er verbrachte fast zehn Jahre in London und Frankreich, wo er das Privileg hatte, mit einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Architektur, Le Corbusier, zusammenzuarbeiten. Mitte der 50er Jahre kehrt Doshi nach Indien zurück, wo er an einigen Großprojekten in den Städten Chandigarh und Ahmedabad beteiligt ist. Ab 1962 und in den folgenden zehn Jahren arbeitet er auch mit dem amerikanischen Architekten Louis Khan zusammen, insbesondere bei der Umsetzung der Pläne des Indian Institute of Management in Ahmedabad.

In all diesen Jahren realisiert Doshi Projekte, die in der Lage sind, das Leben der Menschen aus allen sozialen Schichten zu verbessern, und widmet sich mit dem Bau von Wohnkomplexen wie dem Life Insurance Corporation Housing in Ahmedabad und Aranya Low Cost Housing in Indore dem günstigen Wohnungsbau. Aus diesem Grund wollte die Jury des Pritzker-Preises Doshi die Auszeichnung verleihen. In ihrer Begründung heißt es: „his work in architecture to affect humanity is deeply personal, responsive and meaningful” (seine Arbeit in der Architektur, um die Menschheit zu beeinflussen, ist zutiefst persönlich, reaktionsfähig und bedeutungsvoll.).

Die offizielle Preisverleihung findet am 16. Mai im Aga Khan Museum in Toronto, Kanada statt, im Rahmen einer öffentlichen Konferenz des Gewinners.

Die Jury des Pritzker-Preises: Auch das Made in Italy ist vertreten

Unter dem Vorsitz von Glenn Murcutt, Pritzker-Preisträger 2002, setzt sich die Kommission des Pritzker-Preises 2018 aus zehn Mitgliedern zusammen, darunter einige angesehene ehemalige Gewinner wie Richard Rogers, Kazuyo Sejima und Wang Shu.

Zu den Mitgliedern der Jury gehört auch die Italienerin Benedetta Tagliabue, Architektin und Leiterin des Ateliers EMBT Miralles Tagliabue mit Sitz in Barcelona, das sie 1991 zusammen mit ihrem Mann Enric Miralles gegründet hat. Das Atelier hat Bauwerke wie das schottische Parlament in Edinburgh, den neuen Sitz von Gas Naturali und die Pläne für die Neugestaltung des Marktes von Santa Caterina in Barcelona erstellt.
Die Anwesenheit der Architektin Benedetta Tagliabue in einer renommierten Jury wie der des Pritzker-Preises hebt die zentrale Rolle hervor, die das Made in Italy in der Weltarchitektur spielt: Fachkenntnis, Qualität und funktionales Design sind das Aushängeschild der italienischen Architekten und Designer im internationalen Panorama, und Corradi, das führende Unternehmen im Outdoor-Living, ist ein Beispiel dafür.

Der Pritzker-Preis ist bis heute einer der begehrtesten Auszeichnungen der Branche. Aufgrund des Interesses, das dieser Preis weltweit weckt, sind die Konferenz und die Zeremonie des Pritzker-Preises 2018 öffentlich und werden am 16. Mai, auf der Facebook- und Instagram-Seite der Fakultät für Architektur, Landschaftspflege und Design John F. Daniels (via @UofTDaniels) in Streaming übertragen; die Aufzeichnung der Veranstaltung ist dann auf dem Youtube-Kanal der Fakultät möglich.

Die Architektur ist in erster Linie eine Dienstleistung, deren oberstes Ziel es sein muss, die Lebensqualität zu verbessern: aus diesem Grund ist Corradi stets bemüht, auf die besonderen Bedürfnisse der Menschen, auf ihre Zeit und ihren Raum einzugehen und verbindet Funktionalität, Innovation und Eleganz für Produkte, die zum Träumen einladen.

Photo courtesy of VSF and the Pritzker Architecture Prize.